BarockGemälde

aus Berlin

 

                              

                                  

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Antoine Pesne (1683 Paris - 1757 Berlin): War hauptsächlich als Bildnismaler tätig, siedelte 1710 nach Berlin über und ein Jahr später erfolgte seine Bestallung als preußischer Hofmaler, einer Stellung, die er bis zu seinem Tode innehatte. Seit 1720 war er auch Mitglied der Académie Royale in Paris. Pesne, so heißt es, konnte in Preußen deswegen so viel leisten und in der Porträtkunst eine solche Bedeutung gewinnen, weil ein Vakuum zu füllen war. Bis zu Pesnes Berufung waren in Berlin eher bescheidene Künstler niederländischer Herkunft am Werke. Pesne verbreitete französische Porträtauffassungen im norddeutschen Raum. Sein Einfluß reichte bis hin zu Adolph Menzel und damit tief in das 19. Jahrhundert hinein, also der Zeit des Eklektizismus, in der es zu einer Rehabilitierung des Rokoko kam. Während seine Malerei in den jungen Jahren deutlich von der Lebenslust Venedigs, die er bei einem Studienaufenthalt in Italien kennen lernte, geprägt ist, tritt ab etwa 1713/14 eine nüchternere Phase ein, die sicher auch mit dem Regierungswechsel und der regelrechten Kunstfeindlichkeit Friedrich Wilhelms I. zu tun hat. Diese Phase wurde ab etwa 1736 beendet, als Friedrich der Große seinen kronprinzlichen Hof errichten durfte. Besonders in der ersten Phase ist sein Werk von einer temperamentvollen Handschrift und Schwung geprägt. Fast während seiner gesamten Wirkungszeit hält er sein lebhaftes Kolorit aufrecht. Das Werk, das seinem Spätstil am nächsten steht (ohne Pesne allerdings kopieren zu wollen) ist das Bildnis Friedrichs II., das in der Zeit von November bis Januar der Jahre 2003/04 entstand.

Hyacinthe Rigaud (1659-1743): Einer der bedeutendsten Bildnismaler seiner Zeit und am Hofe von Frankreich tätig. Bekannt von ihm ist vor allem das große Staatsporträt Ludwigs XIV. von Frankreich.

 

Anton Graff (1736 Winterthur -1813 Dresden): Das Graffsche Werk kann als eine Dokumentation der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und des frühen 19. Jahrhunderts gelten. Dokumentiert wird dabei vor allem das Antlitz Deutschlands, denn Graff war vornehmlich Bildnismaler. Sein Werk umfaßt in etwa 1650 Porträts aller Bevölkerungsschichten. Er machte dabei keinen Unterschied zwischen Diplomaten, Gutsherren, Ärzten, Kaufleuten, anderen Künstlern oder einfachen Handwerkern. Allein schon durch seinen großartigen Fleiß avancierte Graff zu einem der bedeutendsten und gefragtesten Porträtmaler seiner Zeit im deutschsprachigen Raum.

Graff hat auf unverkennbar eigene Weise in die Gesichter geblickt und sie realistisch mit all ihren Fehlern und mit bewußter Betonung des Bürgerlich-Menschlichen dargestellt. Dabei ist der Einfluß von Pesne und Kupezky (1667-1740) auf Graff unverkennbar: Pesne sind das kraftvolle aber zurückhaltende Kolorit und der Bildaufbau zu verdanken und Kupezky die Wiedergabe der realen und ungeschminkten Persönlichkeit, was er am Bayreuther Hof studieren konnte. Eingewirkt haben aber auch die  gekonnt malerische Wiedergabe von Spitzen und changierender Seide des bayerischen Hofmalers Georg Desmarées (1697-1776).

Anna Dorothea Therbusch

Raphael Mengs

Georg David Matthieu (1737-1778): Matthieu lernte schon als Kind bei seinem Vater David Matthieu, der in preußischen Diensten als Hofmaler stand, und bei seiner Stiefmutter, der bekannten Porträtmalerin Anna Rosina Lisiewska. Ab 1762 war er dann gemeinsam mit dem Freund Jakob Philipp Hackert in Stralsund tätig. Matthieu, hinterließ ein umfangreiches Werk hoher künstlerischer Qualität und kulturhistorischer Bedeutung. Daß Georg David Matthieu 1764 schließlich an den mecklenburgischen Hof kam, hatte er wohl seinem Vater zu verdanken, der 1738 den Erbprinzen Friedrich während dessen Grand Tour durch Europa begleitete und ihm den Pariser Louvre zeigte. Als Hofmaler mußte Matthieu eine Fülle repräsentativer Porträts von Mitgliedern der herzoglichen Familie fertigen. Matthieu erweist sich hier als ein genauer Beobachter.Meisterhaft gelingt es ihm, die  verschiedenen Stofflichkeiten auf die Leinwand zu bringen: die Feinheit der Spitzen, das Schimmern seidener Schärpen, oder den Lichtreflex auf einer polierten Marmortischplatte. Man könnte glauben, das knistern jenes Briefes zu hören, den Friedrich auf einem der Gemälde in den Händen hält.

Ingres (bekannt ist besonders die Darstellung Kaiser Napoleons I. von Frankreich als Jupiter)