BarockGemälde

aus Berlin

 

                              

                                  

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Friedrich II., der Große, König von Preußen (1712-1786)

 

Das Gemälde (Öl auf Leinwand) ist ca. 140 x 105 cm groß.

 

In seinem Aufbau entspricht es dem Standardtypus des Feldherrenporträts. Der junge König steht vor einer hügeligen Landschaft in dämmriger Stimmung. Allerdings ist diese Momentaufnahme keine arkadische Szene wie sie in der Darstellung Karls I. von England durch Anthonis van Dyck zu finden ist: Im Hintergrund tun sich dunkle Wolken auf, ein Feuer brennt. Dies ist ein Hinweis auf ein Schlachtgetümmel. All das macht die Darstellung zu einem Feldherrenporträt. Hinzu treten noch all die Attribute, die ihn als etwas Besonderes auszeichnen. Dies sind neben der Feldbinde und dem Degen vor allem die rote Schärpe mit dem Orden "Pour le Mérite", der Hermelin sowie der Kommandostab. Das Gesicht ist eine Kopie nach Antoine Pesne (um 1740).

Allerdings existieren von dem angesprochenen pesne'schen Gemälde recht viele Fassungen. Das "Ursprungsgemälde" entstand bereits in der Kronprinzenzeit und wurde wieder und wieder repliziert. Selbst in der Zeit als Friedrich bereits den Thron bestiegen hatte. Hier und da gab es kleine Veränderungen, mal mit und mal ohne seinen berühmten Dreispitz, mal als Bruststück und mal als Ganzkörperporträt. Selbst zur Jahrhundertwende (nach 1888) wurde noch einmal auf dieses Porträt zurückgegriffen, als nämlich ein Saal im Berliner Stadtschloß umgebaut wurde und sein Bildnis nun an der Decke prangte, begleitet von allerlei göttlichen Gestalten und einem kaiserlichen Fahnenträger in römischer Montur aber mit Kaiser-Wilhelm-Bart. Obwohl die ganze Sache (gen. "Der Ruhm Friedrichs des Großen") von keinem geringeren als Anton von Werner (Proklamation des deutschen Kaiserreiches in Versailles) entworfen wurde und von Karl Wendling ausgeführt wurde, macht dieses Gemälde einen sehr befremdlichen Eindruck, der durch die Rahmung des Bildes gesteigert wurde. Da wurden barocke Motive ohne Verständnis gestückelt. Girlanden bspw. hingen falsch herum von der Decke herab. Aber anscheinend war dies damals nicht so gravierend.

 

Linksstehend noch einige Beispiele für den Detailreichtum des Gemäldes: Der Tressenbesatz des blauen Rockes, das darunter hervorquellende Spitzenhemd sowie die vielen Standes- und Rangzeichen wie bspw. die rote Schärpe mit dem Orden, die Feldbinde (bestehend aus Eisenflechtwerk) und der Degen.

Das Gemälde entstand von Oktober 2003 bis April 2004.